Well, I guess I know now…
Since my sofa friend welcomed me by saying: Hello, Mr. Bean, I knew there was no stepping down now, my bad reputation was on the line.
He invited me in, we had lunch, talked about old times (that’s what people do who are not getting any younger anymore and so have to grab onto something memorial where they used to be young and wild and free [bollocks. we were full of shit, insecurities and all had a tendency for serial masturbation, that’s what youth was (and still is, I guess?!])…
and then, the sofa. my sofa friend had himself a new sofa (hence sofa friend) and so he had to get rid of his old 6k designer sofa. I never owned a sofa, and in the last year gotten a couple of sofa friends and so accumulated a serious amount of sofas. (same thing happened with bicycles, btw. I guess it’s one of my newly discovered superpowers.)
so, after the photo shooting, me thinking about having the sofa as a permanent installation on the roof and promises I wouldn’t take the “Autobahn”, I drove on the “Autobahn” on the truck lane, easy cruising’ 80km/h, elbow symbolically out-the-window (another one of those who are better in the imagination and just a fuck-up too noisy in reality) and brought that baby home safely.
three sofas. three bicycles. no job. no future and mischievously feeling better than ever – way to go, kaeptn! 🙄
Oh, by the way. Shortly before leaving the Autobahn, I really had a car pulling up next to me, honking the shit out of my nervous system and the guy in the passenger seat flipping the finger and mouthing mute obscenities (which must have been a lot louder in their car than in mine). I was so surprised that I burst out laughing.
*…and, If you’re reading this, honker-finger-flipper-guys, accept my sincerest apologies. I am really sorry and I didn’t mean to be rude in my reaction, it all just happened so sudden I didn’t have the time to find my composure and tune into my feeble sense of guilt. 😉
Tja, ich schätze, jetzt weiss ich’s … Seit mein Sofa-Freund mich mit den Worten „Hallo, Mr. Bean“ begrüsst hat, wusste ich, dass es kein Zurück mehr gab; ich hatte ja schliesslich einen über Jahrzehnte systematisch aufgebauten und gut gepflegten schlechten Ruf zu verlieren…
Er bat mich herein, wir assen zu Mittag und quatschten über alte Zeiten (das ist es wohl, was Leute tun, die auch nicht jünger werden und sich deshalb an irgendwelchen Erinnerungen festkrallen müssen, in denen sie angeblich mal jung, wild und frei waren [Schwachsinn. Wir waren voller Scheisse, lächerlich unsicher, wollten alle flach gelegt werden und hatten darüber hinaus eine Kompensationstendenz zu serieller Masturbation entwickelt – das war die glorreiche Jugend (und ist es wohl immer noch, oder?!)]).
… und dann kam das eigentliche Ding – das Sofa. Mein Sofa-Freund hatte sich ein neues Sofa zugelegt (daher „Sofa-Freund“) und musste deshalb sein altes 6.000-Euro-Designersofa loswerden. Ich habe nie ein Sofa besessen, aber im letzten Jahr habe ich ein paar Sofa-Freunde dazugewonnen und so eine beachtliche Menge an Sofas angesammelt. (Das Gleiche ist mir übrigens mit Fahrrädern passiert. Ich schätze, das ist eine meiner neu entdeckten Superkräfte.)
{Anzahl Nutzungen des Wortes “Sofa” steht quasi sinnbildlich für die Gravität der Situation!}
Also, nach dem Fotoshooting – während ich noch darüber nachdachte, das Sofa möglicherweise als festen Bestandteil von Emma fix auf dem Dach zu montieren und versprach, nicht auf die Autobahn zu fahren – bog ich kurze Zeit später auf die Autobahn ein. Schön auf der Lkw-Spur, entspanntes Cruisen bei 80 km/h, den Ellbogen symbolisch aus dem Fenster gelehnt (noch so ein Ding, das in der Vorstellung cool aussieht, in der Realität aber einfach nur beschissen laut ist) und habe das Baby sicher nach Hause gebracht.
Drei Sofas. Drei Fahrräder. Kein Job. Keine Zukunft. Und ich fühle mich verschmitzt halbschlau – grosses Kino, Kaeptn! 🙄
Ach, übrigens. Noch eine Anekdote von vom Weg – Kurz bevor ich von der Autobahn abfuhr, schloss ein Wagen neben mir auf, hupte mir das Nervensystem aus dem Leib, und der Typ auf dem Beifahrersitz streckte mir faustschlagähnlich seinen Stinkefinger entgegen, während er stummfilmreife Stummfilmflüche an seine Beifahrertürscheibe warf (die ich beim besten Willen nicht hören konnte). Die Szene kam so unverhofft, dass meine einzige Reaktion, die ich zusammen kriegte war, in lautes Lachen auszubrechen.
… und falls ihr das hier lest, ihr Hup-Finger-Zeiger-Typen: Nehmt meine aufrichtige Entschuldigung an. Es tut mir wirklich leid, und ich wollte mit meiner Reaktion nicht unhöflich und euch in Eurer Rage wertschätzen. Ihr saht wirklich furchteinflössend und SEHR wütend aus. Es passierte nur alles so plötzlich, dass ich keine Zeit hatte, meine Fassung wiederzufinden und mein eh nur schwach vorhandenes Schuldgefühlzentrum hochzufahren. Scusi, Susi. 😉



