der ganz normale wahnsinn, fuck you!, politisch, svp

zum nĂ€ĂŒen nachrichtengesetz

war ja voraussehbar.

eigentlich alles.
1. terror macht angst
2. terror kann durch bessere ĂŒberwachung dank gesetzen, die eingriffe in die privatsphĂ€re machen, vom staat frĂŒher erkannt werden 
3. menschen haben eine totale ĂŒberwachung und können sich sicher fĂŒhlen.
halleluja! 
sagt HALLELUJA!
preiset den herrn, sagt Halleluja !
Halle-luja!
so! genug gepriesen und der schwarmdemenz gefröhnt. lasst uns das mal genauer ansehen und dabei jemandem einen gehörigen klapps auf die finger geben.
1! terror soll angst machen. darum heisst es terror. unwiderrufliche tatsache. ob mit oder ohne ĂŒberwachungskameras, den IZRS oder lukas reimann.
2! wenn du, lieber elfenstaubschnupfer, denkst, der staat halte sich an gesetze und handle nur in dem rahmen, den das gesetz ermöglicht, dann komm runter von deinem rosa junk. die welt ist wesentlich anders. es gibt keine einhörner und rosa regenbögen, baby!
sober up!
was denkst du, macht der ndb den lieben langen tag? warten, bis gesetze da sind, die eingriffe in die privatsphĂ€re legitimieren? 
nope. lÀngst geschehen.
frage ist – wozu dann dieses legitimationsgesetz des bundes?
merkst du, worauf es hinauslÀuft?
nicht?!? dann hör mit der snifferei auf und ĂŒberleg es dir.
3! jetzt sind wir sicher. der izrs organisiert kurse zur verschlĂŒsselung von nachrichten (😂, wie weitsichtig, admin.ch 👍). ausserdem – wer hat die muslime zum feind der neuen staatsordnung erklĂ€rt? okay, “IS” und “ISIS” und weitere misanthropen haben schon eine satte medienprĂ€senz, zugegeben. aber unter wessen schirmherrschaft diese geistig umnachteten gta- und rotten.com freaks agieren wagt man sich ja ned mal auszumalen.
erkenne den feind!
und vergiss den islamischen zentralrat. 🙄 wie kann man nur so kurzsichtig sein!
na ja, ausser man ist ein kleiner svp-hosenscheisser, der auftritt und grossspurig herumhustet, man solle den islamischen zentralrat verbieten. 🙄. ein paar weitere klicks?!? no news is bad news? ich habe ein herz fĂŒr kinder, und wenn du ein kind wĂ€rst, wĂ€re vielleicht das eine message:

wenn erwachsene ĂŒber politik reden und dabei in der hinterhand gleich auch noch die interessen ihrer financiers vertreten (ja, politiker mĂŒssen ja auch irgendwo her ihre richtig grossen batzen verdienen), dann haben kinder das maul zu halten, sonst gibts eins aufs maul und ohne essen ins bett. das sagte zumindest meine grossmutter selig.
eine vielleicht etwas geduldigere oma hĂ€tte dich an der hand genommen, nachsichtig auf den kopf getĂ€tschelt, er war halt schon immer ein langsamer) und gesagt, du darfst dann den islamischen zentralrat verbieten, wenn du deine suppe fertig ausgelöffelt hast, und jetzt geh raus mit deinen imaginĂ€ren freunden “wer hat abgst vor dem schwarzen mann” spielen. aber ned wieder blÀÀken, wenn sie dich nicht mitspielen lassen.
aber nein. lukas reimann ist in der dritten garde der stÀrksten und rechtspopulistischen partei dunseres landes und spielt landesregierer!
ich brauch bald ein neues land – oder die zombieapokalypse.
politisch, skateboarding, svp

mal was gutes von der svp

ich war wie jeden tag am see und hab heelflips geĂŒbt. (wie schon seit ca. 8 monaten), als ein mann mit kinderwagen vorbeikinderwĂ€gelt.

er hĂ€lt inne, bewundert mich bei erwas, wovon er keine ahnung hat, kramt aus dem kinderwagen was hervor, drĂŒckt es mir in die hand und kinderwĂ€gelt weiter.

endlich bewegen sich die deppen mal in einem feld, wo sie wirklich was davon verstehen…
ob in dem kinderwagen auch ein kind sei, das zu fragen kam mir vor lauter [..] zu spĂ€t in den sinn…
politisch, revolution, svp

im HausDerFreiheit

revolutionÀre MÀrsche werden meistens in einer Gruppe gemacht. So kann man miteinander ein bisschen reden wÀhrend dem Marsch.
Wenn man alleine marschiert, ist niemand anders dabei. Dann ist man allein am Marschieren. Dies tendiert eine eher stille Form von Fortbewegung zu sein. Doch in keinerlei Hinsich weniger revolutionÀr.
Aber es ist dann halt auch niemand dabei, der bezeugen könnte, dass es ein revolutionÀrer Marsch gewesen sei.

[…] Platz zum DarĂŒbernachdenken

Ich bin also revolutionĂ€r in Richtung Ebnat-Kappel gefahren, um mit einem Kumpel Kaffee zu trinken, der aus irgendwelchen unerklĂ€rlichen GrĂŒnden dort wohnt. (Wenn er reich wĂ€re, wĂŒrde ich sagen: Steuern.)
Doch der Kumpel war nicht da. Er hatte sich einen Tag frei genommen.
Dann fuhr ich mit dem Zug direkt weiter nach Krummenau und von dort an den HĂŒgel rauf.
Wenn man den HĂŒgel hinauf marschiert, kommt man zum HausDerFreiheit.
Heute war der Scheff der SVP, Tonibrunner, persönlich anwesend. Heute ist auch der Geburtstag von Jessie aus Australien. Davon weiss Tonibrunner aber nichts.
Es wusste auch nicht, dass ich komme.
Dass es ein revolutionÀrer Marsch ist, darf man sich nicht auf die Fahne schreiben, sonst verliert das an revolutionÀrer Wirkung.
Der Weg zum HausDerFreiheit fĂŒhrte ĂŒber idyllische Kuhwiesen und vorbei an Löwenzahn.
Der Weg zum HausDerFreiheit ist ein Wanderweg, der gut beschildert ist.
Der Wanderweg fĂŒhrt ĂŒber eine kleine, gedeckte HolzbrĂŒcke und lĂ€sst an Luzern denken. Der Reiher, der sich im Hintergrund in die LĂŒfte schwingt, verstĂ€rkt den Eindruck.

Der Weg zum HausDerFreiheit ging ĂŒber elektrisch geladene KuhdrĂ€hte und vorbei an einem ZĂ€hne fletschenden Appenzellerblessen. Diese wollen einem immer grad an den Arsch.
Der Weg zum HausDerFreiheit ist ein steiler Weg. Und das Schild sagt Eins Komma Zwei Kilometer und Autostopp funktioniert hier nicht.

Der Weg zum HausDerFreiheit ist zu Ende, wenn eine Tafel vor dem HausDerFreiheit einem sagt: “Sie haben Ihr Ziel erreicht.”

Gut zu wissen.

Ich betrete entschlossen, mit einem Loch am Hosenboden und Textilklebeband an den Fersen meinee zerfallenden Pumas das HausDerFreiheit.
Im HausDerFreiheit ist kein Platz fĂŒr mich. Ich drĂŒcke das Durchschnittsalter gefĂ€hrlich weit nach unten.

Ich setzte mich in den Garten.

Dort bin ich allein mit einem SchÀferhund. Der SchÀferhund sitzt am Nebentisch und trinkt ein Shorley. Mit ihm zusammen sitzen zwei Schafe. Sie verstehen sie gut, der SchÀferhund und die Schafe.
Ein Schaf redet ĂŒber das Feldschiessen. Der SchĂ€ferhund nickt. Er wedelt  mit dem Schwanz.
Das andere Schaf redet ĂŒber die Milchpreise. Der SchĂ€ferhund wedelt erneut mit dem Schwanz. Dann dreht sich der SchĂ€ferhund um und blickt mich an. Er schwĂ€nzelt und hat freundliche Augen. Er ist neugierig.
Die beiden Schafe gehen zu den anderen Schafen ins HausDerFreiheit und der SchĂ€ferhund begrĂŒsst mich mit einem freundlichen Bellen und ich kraule ihn hinter den Ohren und er schwĂ€nzelt und will ein Guddi.
Ich bestelle mir einen Milchkaffee.
Ich sage ihm: Ich bin hier, um etwas zurĂŒckzubringen, dass dir gehört. Der SchĂ€ferhund grummelt und wedelt mit seinem Schwanz die Bodenplatten von Staub sauber.
Ich frage den SchÀferhund: Gibt es eine Möglichkeit, dass dieses Extrablatt in Zukunft nicht mehr meinen Briefkasten verschmutzt.
Der SchÀferhund bellt und wedelt dabei stÀndig mit dem Schwanz.

Ich kraule ihn hinter dem Ohr. Jedesmal, wenn ich aufhöre, bellt er und will damit sagen: weiterkraulen, bitte!
Und ich warte auf den Milchkaffee und dieser lĂ€sst etwa gleich bedrohlich lange auf sich warten wie der Sturm, der sich am Horizont bereit macht. vor den Bergspitzen, die aussehen wie die ZĂ€hne eine Kuh.
Der SchĂ€ferhund bellt nochmals, blickt zurĂŒck und lĂ€dt mich ein, auch ein Schaf zu sein, doch ich habe dafĂŒr keine Zeit. Der Zug wird auch ohne mich abfahren.

Und wahrhaft: Manchmal ist das Bedrohlichste an einem revolutionĂ€ren Marsch nicht der Gegner, der einem einen Schaf-Shuttleservice zurĂŒck an den Bhf Krummenau anbietet, sondern der Appenzellerbless, der einem auf dem Weg hin und zurĂŒck vom HausDerFreiheit in den Arsch beissen will…

dieser Weg wird kein leichter sein…

saftige Wiese

Milchkaffee