der ganz normale wahnsinn, single moms, skateboarding, the ordinary madness

Gestatten, Pirat Beer!

mein sohn sitzt da hinten und ist traurig.

das ist ihre schuld.

warum kĂŒmmern sie sich nicht um meinem jungen?

skateboarden ist doch etwas cooles?!? man macht das doch gemeinsam? 
man redet miteinander, hilft einander, macht dinge gemeinsam.
so richtig lÀssig, aber sie reden nie mit ihm. fragen ihn nie, wie es ihm geht, oder so.
ich engagiere mich sozial sehr – mein ganzes leben lang, aber sie…!
sie passen nicht in den skateverein.
das ist auch besser so, der verein hÀtte einen sehr schlechten ruf, wenn er leute wie sie drin hÀtte.
jetzt verstehe ich, was das symbol auf ihrem t-shirt bedeutet.

leute wie sie sollten auch besser allein bleiben!


sie stapfte davon, sammelte ihren traurigen sohn ein und unter den arm. 
der schnittige kombi wirbelte beim davonfahren eine riesige staubwolke auf.
wir haben alle mĂŒtter, die uns unser leben in unterschiedlichen arten zur hölle machen, wenn die vĂ€ter zum teufel gefahren sind.
der kleine.
ich.
du.
aber trotzdem war ich froh, dass die mutter und ich uns zumindest im letzten punkt einig waren.
the ordinary madness

zum teufel mit der NEAT

schon witzig. auf interessante dinge stösst man am besten ĂŒber empörte aufrufe seiner mitmenschen.

https://m.youtube.com/watch?v=ZBELgO3MVY4
hm.. eine satanistische neat-zeremonie?!? đŸ€”
okay. ich hole mal kurz aus:
[Satanismus – der Anthropozentrismus, im Besonderen die Betonung der Freiheit des Menschen. Damit steht der Satanismus vor allem im Gegensatz zu religiösen Strömungen, die die Vorherbestimmung und Unvollkommenheit des Menschen betonen]
ich habe, liebe k.e., die du dieses video empört als satanistisch deklarierst, mit dir konkrete und weitaus “satanistischere” dinge betrieben als dieses kleine heidentheater.

aber mal ehrlich, wenn an der hörner-engelsfront sogar die huldigung von brĂŒsten mit apostasie gleichgesetzt wird, dann fahr ich schnurstracks zum teufel, und zwar – anscheinend und am schnellsten – durch die NEAT.
wir sparen uns mal die diskussion von wegen folkloristischen ritualen usw.
denn du, liebe k., zusammen mit der ganzen misanthropischen kirchenbrut, seht eh nur das, was in diesem schwarmdementen konsens zu sehen erwĂŒnscht ist…
schule, the ordinary madness

und was hat meienberg damit zu tun?

ich stehe in den letzten 11 tagen, bevor die kids weg sind, ich mich durch anderes als schĂŒlerthemen heimsuchen lassen kann.

gut wĂ€re sex. hab ich. mag ich. freu ich mich auf mehr. 
mehr. 
mehr.
gut wĂ€re, wenn die brasserie nicht grad down for maintenance wĂ€re. ich sauf meinen morgenkaffee ausm automaten, und das ist einfach morgenkaffee ausm automaten.

gut wÀre kein heuschnupfen. oder ein mittel dagegen. oder weiss ich was.

ich war mit 21 klabautern im tessin, und das hat gebombt und gerockt.
der club anonymer alkoholiker auf der alp cardada.
eine ganz kaputte tischplatte.
ein fast eingeschlagener schÀdel.
fast perfektes wetter.
eine fast komplett am-arsch-mĂ€ssige fahrstrecke ĂŒber den lukmanier.
und eine ziemlich perfekte stimmung.

ich bin ĂŒbernĂ€chtigt, gĂ€nzlich auf den felgen, empfindlich und gleich am tag nach der schlussreise ins abschlussprojekt mit den 3.-klĂ€sslern.

BÄM!

und alle im abschiedsmodus.
mal senti. mal freudig. meine autoritĂ€t schwindet und ich halte die zĂŒgel nur noch gemĂ€ss kalender.

und was hat meienberg damit zu tun?
eigentlich gar nix. ich lese grad die bio von marianne fehr und staune ab einem weiteren quer in der landschaft stehenden geist.
the ordinary madness

gebt der armen sau eine bĂŒhne,

oder einen computer und einen job als journi beim blickamabend.

dann kommt das dabei raus…

anstatt dass man die arme sau, die so eine schlagzeile verfasst, 

zurĂŒck in die spielgruppe schickt, du hast jetzt nochmals einen versuch, arbeite an deinem selbstwert, du bist ein guter junge, du kannst das, du musst keine angst haben, schĂ€m dich nicht, es ist alles gut, du kannst dir auch in die hosen scheissen und stinken und mit dem finger in der nase bohren und dann in den mund stecken, es ist alles okay.

und das geschĂ€ft wahrhafter nachrichtenerstattung denjenigen ĂŒberlĂ€sst, die sehen können was sache ist, denen, die ficken ohne schlechtes gewissen, die scheisse sagen und es auch meinen, die im kampf zu boden gehen und fragen, ist das das beste, was du hinkriegst,
denjenigen, die in friedenszeiten auf dem alexanderplatz gasmasken verkaufen und auch denen, die sich in einer schnuckligen kleinen legion von rosa-schwarzen lemmingen vornĂŒberbeugen und dem klarinettisten vor sich auf den rĂŒcken kotzt.

dir gehört in diesem kurzen augenblick die welt. geniesse den moment. es gibt genug arme sĂ€ue auf diesem planeten, die als kind gehĂ€nselt wurden, beim ficken das licht ausmachen, die sich fĂŒr dich schĂ€men wollen und nicht die tinte wert, die in ihrem namen verdruckt wird.

the ordinary madness

der alltÀgliche wahnsinn

dann hĂ€ngt man sich fast auf, bis der dĂ€mliche gedichtband endlich in der druckerei ist. und wenn der dĂ€mliche gedichtband endlich in der druckerei ist, und man denkt, nun, der dĂ€mliche gedichtband ist endlich in der druckerei, jetzt kann ich mal nichts tun, die fĂŒsse hochlagern und muss nicht mehr stĂ€ndig ĂŒber den dĂ€mlichen gedichtband nachdenken, der jetzt in der druckerei ist…
weit gefehlt.
ich habe etwas an mir bemerkt, dass sich mir heute mit erschreckender klarheit gezeigt hat:
wenn ich zuviel zeit habe und zu wenig zu tun, dann kommen mir dumme ideen. diese dummen ideen kann man in zwei lager aufteilen.
entweder hat es etwas mit dem weiblichen geschlecht zu tun.
oder
ich handle mir wieder irgendeine aktion ein, die mir potentiell Àrger einhandelt.

nun. ich bin auf der suche nach lesungen und rezensionen.

mittlerweile bin ich bei den justizvollzugsanstalten gelandet und verhandle mit irgendwelchen harten vollzugsbeamten mit ihrer rolle einfrĂ€nkler im hosensack, ob nun lyrik das richtige fĂŒr ihr klientel sei oder nicht.

mal sehen, was fĂŒr termine auf www.muskatmedia.ch undwww. facebook.com/muskatmediasux zu finden sein werden.

falls jemand interesse an einem gedichtband hat, der das sexleben in schwung bringt, einen politisch aktiv werden lÀsst oder sonst regungen erzeugt, vorbestellungen können noch entgegen genommen werden.

am besten unter muskatmedia (at) gmx.ch

beer ess: ich erinnere mich an eine zeit, wo ich versuchte, mit adsense-werbungen geld zu machen. da ist das hier schon fast ehr-und redlich verdientes geld.

😉

drogen, the ordinary madness, ya basta!

was fĂŒr eine woche…

alles begann am ende:
dienstag. lehrerverabschiedung in der seelust. zu viel amarone und am schluss noch hier und so weiter. 4 stunden schlaf. dann wieder im stollen. auweia.


mittwoch. nach dem ganzen zeugniskrieg ein nettes date in st. gallen bei appenzeller und wein. der kater verabschiedet sich schon gar nicht mehr…


donnerstag. nach dem aufwachen in einem fremden bett neben einer fremd schönen frau und tempoteufel auf den bus, kann ein sondermorgen mit slackline und rw-saltos nur in die hose gehen. vor allem, wenn die kids finden: zeigen sie einmal einen rw-salto von der slackline vor. zu viel elan macht aus einem 1/1 rw salto einen 3/2 rw salto mit sauberem headplant auf dem eichenboden des pavillons im park arbon. blut. kopfschmerzen und ĂŒbelkeit. hast du eine gehirnerschĂŒtterung? nein, nein, ich kenn mich mit so was aus. mir ist einfach speiĂŒbel und ich habe kopfschmerzen… 
am abend schulabschluss der drittklÀsser. wieder strandet der unselige pirat in einer taverne unweit des meeres und macht bekannschaft mit einem neuen klabauter namens hugo. uffh!


freitag: klassenabschied. lehrerabschluss. neue klabauter gesellen sich dazu. hugo. caipirinha. rosso. bianco. grappa. schwarzer bĂ€r. und wasweissichnochwasalles…
ende der session ist unten stehendes foto.


samstag. da gabs irgendwie wieder alkohol. und irgendwann werde ich unglaubwĂŒrdig, wenn ich sage, dass ich nie alkohol trinke. verfluchte scheisse. und wieder ein ĂŒberraschungsgast. diesmal mein vertrautes bett und eine ein wenig weniger fremd schönen frau. ach, was solls


sonntag: alles muss heute einfach ein bisschen langsamer gehen, sonst brech ich vom stengel… 


ferien ahoi. du hast mich im wĂŒrgegriff.
the ordinary madness

FrĂŒhlingsputz

der FrĂŒhlingsputz des Musikeers sieht in etwa so aus:

Amp von Jahrhunderten an Proberaummief befreien,

alles an der Sonne trocknen lassen
und die Wohnung neu dekorieren.

FrĂŒhlingsputz beim SchreiBEER : bei meinem BĂŒro-Rollstuhl-Scheffsessel die RĂ€dlis wieder einmal in Butzmittel einlegen und enthaaren, damit ich beim Schreiben endlich wieder scheffmĂ€ssig in der Wohnung herumrollen kann…


Jetzt brauche ich noch wen, der/die mir die Wohnung putzt!

the ordinary madness, unterwegs

ein Tag voller Überraschungen / a day full of surprises

und das ging so.
Ich hatte Besuch aus Frankreich. Nach einer Woche, und das war heute, hat sich der Besuch seiner allwöchentlichen Dusche hingegeben. Ich habe die Fenster der 1.5-Zimmer-Wohnung zwei Tage offen gelassen. Die Heizung war fĂŒr die Katze an.
Dann wollte er, dass ich ihn mit dem Auto nach ZĂŒrich bringe, weil er kein Halbtax hat.
(?!?)
Okay, man widerspricht dem Besuch ja nicht. Vor allem frisch geduscht.
So plane ich wohlweislich (ich bin ja jetzt dann bald 35!) genug Zeit ein, um nach ZĂŒrich zu fahren.
In Frauenfeld finde ich dann (das hat höchstwahrscheinlich auch mit dieser Alterskurve zu tun)
“What the heck, allons boire un cafĂ©. Ach, was zum HĂ€gar, lass uns noch einen Kaffee trinken gehen.”
Als wir dann in ZĂŒrich vor dem Nordring stehen, der schnittige Audi 1.9 TDI von meinem Babbi im Stau auch nicht mehr als Stillstand hermacht und die Uhr 15.10 anzeigt, frage ich zur Sicherheit nochmals (zum fĂŒnften Mal) nach.
Der Zug fÀhrt um 15.27 Uhr.
Hmm…
Wie teuer ist das Billett?
Wieviel zahlen sie Dir zurĂŒck?
Und wann fÀhrt der nÀchste Zug?

dann hab ich etwas gemacht, das ich zwar glaube zu können, aber noch nie ausprobiert habe. Bis heute!

Blinker rechts. Hupen. Vollgas. Blinker links. Rein. LĂŒcke rechts. Blinker. Hupen. Vollgas.

STOP UND GO fĂŒr die nĂ€chsten 12 Minuten.

Dann sind wir im Tunnel vor dem Milchbuck. Bahnhof nicht mal ganz 1 km Luftlinie.

Zeit: 15.22 Uhr.

Links vordrĂ€ngeln. Vollgas bei grĂŒn. Überholen. Blick rechts. Blinker. Reinziehen. Bei dunkelorange ĂŒber das Lichtsignal.

Und wieder in die Kolonne rein.

Verfluckte Schmeisse!

“Haben die ZĂŒge hier nie VerspĂ€tung?”
“Nein, die ZĂŒge in der Schweiz haben nicht VerspĂ€tung. Na ja, vielleicht wegen Schnee auf den Geleisen oder so…”

Wir kommen um 15.35 Uhr auf dem grossen Bahnhofsplatz an. Ich sehe an der grossen Anzeige den Zug nach Paris zuoberst und etwas Gelbes ganz rechts neben der Anzeige.

Rennen. Gleis 18.

Oh, dĂ€r-öh tsĂŒg noohch de Pöris feehrt öif di Glees ocht. abĂ€r schnÀÀhl, er fÀÀhrt in drei minĂŒt.

Umarmumg. Umarmung. Und mit einem grossen Smile auf den Lippen ab nach Hause. Die Schweizer ZĂŒge haben fast nie VerspĂ€tung.

Und irgendwie hab ich meinen Weg noch ĂŒber ein Brocki gemacht, dort anstatt fĂŒr CHF 150 fĂŒr CHF 100 einen Lesestuhl mit Beinhocker gekauft. Und das in einem komischen gelb. Und Zuhause gemerkt, dass in der Seitentasche jede Menge Kabel sind.

Nun schreibe ich diesen Blog und lasse mir das Programm “Kneten – ganzer RĂŒcken – 20 Minuten” verpassen.
Der entspannendste Post, den ich je verfasst habe.

😀

ENGLISH VERSION

And it goes like this. A guest from my long way west. He only takes a shower once a week. Today, after having him a week and barely being able to close the windows, he takes his shower. Then we drive to Zurich, because he doesn’t have a Halbtax-Halfprice-Swiss-Thing. But the fuel costs about the same… Well, it’s me who pays, right. So what the heck.
Then a rage race to Zurich, because I wanted to have a coffee first and totally forgot about traffic jams and such the like.
We arrive at main station ten minutes too late. Crapadelic and such.
And since Swiss trains hardly never have a delay, there will be no refund, another 120 Euros for a ticket and so on.
But since this is no Swiss but a French train. It has ten minutes delay and even three more minutes.
Run to the platform. Hug hug. Whistle. Away.

On my way home I drive past a salvation army store. Now I am siting in a newish reading chair. And guess what, I found some funky cables on the side of the chair. Which might explain the initial price of 150 bucks. I haggled it down to 100 and am now typing away on my post while the chair-masseuse runs the finger program called “kneading whole back twenty minutes”

HEAVEN.

In fact the most relaxing post I’d ever written.

meine neue Masseuse / my new masseuse
per Knopfdruck zur Sinnlichkeit / gates to pleasure